Zum Inhalt springen

Beiträge aus der Kategorie ‘Hardware’

IDC: Weltweite Marktanteile und Absatzmengen der Handy-Hersteller 2011


IDC hat seine neuesten Zahlen zum Handy-Markt veröffentlicht. Demnach ist der weltweite Absatz im vierten Quartal 2011 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6,1 Prozent gewachsen. In Zahlen entspricht das 402,8 Millionen Mobiltelefonen in Q4 2010 und immerhin 427,4 Millionen in Q4 2011.

Aus Herstellerperspektive ist es wieder einmal Apple, das für Erstaunen sorgt: Obwohl der Hersteller aus dem kalifornischen Cupertino lediglich teure Smartphones herstellt, landet es nach Stückzahlen hinter Nokia und Samsung an dritter Stelle des Rankings.

Das Tablet der Zukunft ist transparent [Video]


Eine hübsche Vision mobiler Zukunft hat Samsung nun in einem Video vorgestellt: das Konzept für webfähige, transparente AMOLED Mobilgeräte mit Augmented Reality-Funktion und 3D unter Nutzung von mobilem Breitband und ohne die Abhängigkeit von ständiger Stromversorgung. Besonders für den Einsatz von Location-based Services stellt dies sicher eine attraktives Modell für die Zukunft dar. Das Unternehmen forscht schon seit einiger Zeit an der Entwicklung durchsichtiger Bildschirme dieser Art.

Natürlich wird es noch einige Jahre dauern bis es tatsächlich soweit ist, derartige mobile Hardware weltweit professionell zu nutzen. Doch die bloße Vorstellung, irgendwann über derartige Technologien mit flexiblen Displays tatsächlich zu verfügen, ist allein schon attraktiv.

HP will PC-Sparte abstoßen und BI-Spezialisten hinzukaufen


Léo Apotheker, früher SAP-Chef, seit November 2010 für die Geschicke von Hewlett Packard zuständig, verordnet dem kalifornischen IT-Riesen eine Radikalkur: Weg mit der PC- und Notebook-Sparte, weg mit den erst vor kurzem übernommenen Resten von Palm. In der entsprechenden Pressemitteilung heißt es:

HP today announced that its board of directors has authorized the evaluation of strategic alternatives for its Personal Systems Group (PSG), including the exploration of the separation of its PC business into a separate company through a spin-off or other transaction.

Damit geht der 1939 in einer Garage in Palo Alto gegründete Elektronik-Konzern (und somit das erste nennenswerte Silicon-Valley-Startup) den gleichen Weg, wie einst Erzrivale IBM. Dort trennte man sich 2004 von der PC-Sparte und legte damit den Grundstein für eine nachhaltige Gesundung des Konzerns.

Pikant im Fall von HP ist freilich, dass die PC-Sparte zum großen Teil aus der 2002 getätigten und umstrittenen Fusion mit dem PC-Pionier Compaq stammt. Auch wurde man bei HP offenbar nie so richtig glücklich mit den von Compaq übernommenen IPAQ Handheld-Rechnern und entwickelte diese nicht nennenswert weiter. Um so erstaunlicher, das man dann 2010 für 1,2 Mrd. US-Dollar die Reste von Palm aufkaufte um im Mobil- und Tablet-Bereich doch noch Fuß zu fassen. Der erste Aufschlag mit dem ersten WebOS-basierten Touchpad ist allerdings gründlich daneben gegangen. Michael Dell, Chef und Gründer von Dell spottete jedenfalls auf Google+: “If HP spins off their PC business….maybe they will call it Compaq?

Doch HP will nicht nur abstoßen, es soll auch zugekauft werden. Beispielsweise der Datamining- und BI-Spezialist Autonomy. In der dazu gehörigen Pressemitteilung wird Léo Apotheker mit den Worten zitiert:

Autonomy brings to HP higher value business solutions that will help customers manage the explosion of information. Together with Autonomy, we plan to reinvent how both unstructured and structured data is processed, analyzed, optimized, automated and protected. Autonomy has an attractive business model, including a strong cloud based solution set, which is aligned with HP’s efforts to improve our portfolio mix. We believe this bold action will squarely position HP in software and information to create the next-generation Information Platform, and thereby, create significant value for our shareholders.

Happy Birthday: Der IBM PC wird 30 Jahre alt


30 Jahre IBM-PC (Bild: IBM)

30 Jahre IBM-PC (Bild: IBM)

Kaum zu glauben, aber es sind mittlerweile doch schon 30 Jahre her, dass der erste IBM PC das Licht der Welt erblickte. Er trat damals an gegen den Apple II, den Tandy TRS-80 und diverse andere CP/M-Computer. Bei IBM selbst gibt es dazu im Rahmen der Microsite zur 100-Jahre-Feier eine lesenswerte Subseite, deren Autor und Kurator Mark Dean (unter anderem Erfinder des ISA-Busses) zum ursprünglichen IBM-PC-Entwicklerteam gehörte.

Für die jüngeren unter den EnterprisIT-Lesern: Das bemerkenswerte am IBM PC war zunächst einmal seine offene Architektur. Das heisst, andere Hersteller konnten ihn nachbauen (so genannte IBM-Kompatible, die letztendlich als “Windows-Rechner” immer noch den Markt beherrschen). Das führte dazu, dass die installierte Basis unglaublich schnell sehr groß wurde und die Plattform damit sehr lukrativ für Software-Hersteller war. Gleichzeitig gab es den oben genannten ISA-BUS, der es Drittherstellern ermöglichte Hardware-Erweiterungen zu entwickeln und zu vertreiben, was einen gigantischen Zubehörmarkt schuf.

Der IBM-PC ist ausserdem untrennbar mit Microsoft verbunden. Die Legende besagt, dass IBM zunächst CP/M von Digital Research als Betriebssystem favorisierte, die Verhandlungen jedoch scheiterten bzw. – je nach Quellenlage – gar nicht erst in Gang kamen. Dadurch sind Bill Gates und seine Firma Microsoft zum Zuge gekommen. Rasch entwickelte man dort MS-DOS und legte damit den Grundstein für die später marktbeherrschende Stellung des Software-Konzerns aus Redmond.

Was kaum noch jemand weiß: Die eigentliche Killer-Applikation für den IMB-PC (und Kompatible) kam jedoch zunächst nicht von Microsoft, sondern vom Newcomer Lotus. Viele Anwender aus Wirtschaft und Wissenschaft kauften nämlich den IBM-PCs wegen der Tabellenkalkulation Lotus 1-2-3. Diese war besser als das aller erste und mit bis dahin rund 700.000 verkauften Exemplaren marktbeherrschende Tabellenkalkulations-Programm VisiCalc, welches es ausserdem nur für den Apple II gab. Auch die Microsoft-Tabellenkalkulation Multiplan konnte da nicht mithalten.

Mit anderen Worten: Der IBM-PC setzte sich anfangs nicht etwa durch, weil er besser war als die Konkurrenz, sondern weil es dafür eine Soaftware gab, die jeder haben wollte! Und die kam damals weder von Microsoft, noch von IBM. Ironischerweise gehören die Reste des ehemaligen Lotus Development mittlerweile zu IBM.

PC-Absatz: Wachstum schwächt sich ab


Jammern auf hohem Niveau: Sowohl die Marktforscher von Gartner, als auch deren Kollegen von IDC bescheinigen der PC-Branche ein zwar gesunkenes, aber dennoch unverkennbares Wachstum. Während Gartner für das zweite Quartal 2011 von einem Wachstum gegenüber dem Vorjahresquartal von 2,3 Prozent spricht, kommt IDC für den gleichen Zeitraum auf 2,6 Prozent. Allerdings attestieren beide Marktforschungsfirmen, dass das Wachstum vorrangig in den Schwellenländern generiert wird, während die Zahlen in den Industriestaaten der ersten Welt eher rückläufig sind.

Weltweite sehen beide Unternehmen die Rangliste der PS-Hersteller identisch: 1. Hewlett Packard (HP), 2. Dell, 3. Lenovo, 4. Acer, 5. Asus und 6. Toshiba (nur von Gartner erfasst). Für EMEA sieht die Gartner-Analyse folgendermaßen aus:

Ergänzend dazu gibt IDC noch folgende Analyse:

The EMEA PC market continued to contract in 2Q11, in line with IDC’s forecast, as sustained high levels of inventory prevented stronger sell-in, particularly in Western Europe, where budget cannibalization from media tablets and smartphones continued to contribute to weak consumer demand and slow stock depletion.

Nicht ermittelt wurde leider, ob und wie sich Smartphones und Tabletts wie das iPad auf die Kaufentscheidung von Unternehmen und Organisationen auswirken.

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 320 Followern an

%d Bloggern gefällt das: