Zum Inhalt springen

Archiv für August, 2011

Smartphone-Marktanteile: Google Android und Apple iOS weit vorne


Die Marktforscher von Comscore haben die Zahlen für Juni 2011 zu den Marktanteilen im Smartphone-Markt veröffentlicht. Zwar handelt es sich hierbei um US-Zahlen, auf den europäischen Märkten sollte es aber im Großen und Ganzen nicht viel anders aussehen.

Wie erwartet liegt bei den Betriebssystemen Googles Android mit nun 41,8 Prozent Marktanteil (April 2011: 36,4 Prozent) weit vorne. An zweiter Stelle, wie gehabt, Apples iPhone-Betriebssystem iOS mit 27 Prozent (April 2011: 26 Prozent). Das ist in so fern beachtlich, als man eigentlich mit einem weiteren Rückgang hätte rechnen können. Aber offenbar profitiert hier Apple auch von der Schwäche der anderen Hersteller: So verlor RIM (Blackberry) gleich vier Prozentpunkte und fiel von 25,7 auf nur noch 21,7 Prozent. Microsoft verlor noch einmal von 6,7 auf 5,7 Prozent.

HP will PC-Sparte abstoßen und BI-Spezialisten hinzukaufen


Léo Apotheker, früher SAP-Chef, seit November 2010 für die Geschicke von Hewlett Packard zuständig, verordnet dem kalifornischen IT-Riesen eine Radikalkur: Weg mit der PC- und Notebook-Sparte, weg mit den erst vor kurzem übernommenen Resten von Palm. In der entsprechenden Pressemitteilung heißt es:

HP today announced that its board of directors has authorized the evaluation of strategic alternatives for its Personal Systems Group (PSG), including the exploration of the separation of its PC business into a separate company through a spin-off or other transaction.

Damit geht der 1939 in einer Garage in Palo Alto gegründete Elektronik-Konzern (und somit das erste nennenswerte Silicon-Valley-Startup) den gleichen Weg, wie einst Erzrivale IBM. Dort trennte man sich 2004 von der PC-Sparte und legte damit den Grundstein für eine nachhaltige Gesundung des Konzerns.

Pikant im Fall von HP ist freilich, dass die PC-Sparte zum großen Teil aus der 2002 getätigten und umstrittenen Fusion mit dem PC-Pionier Compaq stammt. Auch wurde man bei HP offenbar nie so richtig glücklich mit den von Compaq übernommenen IPAQ Handheld-Rechnern und entwickelte diese nicht nennenswert weiter. Um so erstaunlicher, das man dann 2010 für 1,2 Mrd. US-Dollar die Reste von Palm aufkaufte um im Mobil- und Tablet-Bereich doch noch Fuß zu fassen. Der erste Aufschlag mit dem ersten WebOS-basierten Touchpad ist allerdings gründlich daneben gegangen. Michael Dell, Chef und Gründer von Dell spottete jedenfalls auf Google+: “If HP spins off their PC business….maybe they will call it Compaq?

Doch HP will nicht nur abstoßen, es soll auch zugekauft werden. Beispielsweise der Datamining- und BI-Spezialist Autonomy. In der dazu gehörigen Pressemitteilung wird Léo Apotheker mit den Worten zitiert:

Autonomy brings to HP higher value business solutions that will help customers manage the explosion of information. Together with Autonomy, we plan to reinvent how both unstructured and structured data is processed, analyzed, optimized, automated and protected. Autonomy has an attractive business model, including a strong cloud based solution set, which is aligned with HP’s efforts to improve our portfolio mix. We believe this bold action will squarely position HP in software and information to create the next-generation Information Platform, and thereby, create significant value for our shareholders.

Mittelstandsprogramm 2011 sucht Sponsoren


Lippenbekenntnisse der Politik zum Mittelstand gibt es viele. Doch Taten folgen nur allzu selten. Zu sehr favorisiert das politische Establishment die Großkonzerne. Dabei sind es gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen, die Deutschlands Wirtschaft (auch in Krisenzeiten) am Laufen halten. Sie sind sowohl weltweit, als auch im Inland aktiv, sind Innovationstreiber und sie wirtschaften im Regelfall sehr solide.

Trotzdem, oder gerade deswegen tut auch dem Mittelstand Förderung gut, insbesondere was die neuen Technologien betrifft. Genau da setzt das dieses Jahr in die neunte Runde gehende – und vom CAS-Software-Mitgründer Martin Hubschneider ins Leben gerufene – Mittelstandsprogramm an. Gebraucht werden nun vor allem Sponsoren, die auf Basis einer Win-Win-Situation (siehe Grafik oben) ihre Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung stellen.

Dazu ein Zitat aus der Pressemitteilung: “Bereits zum neunten Mal setzt sich das Mittelstandsprogramm fort und ermöglicht interessierten Unternehmen, im DACH-Gebiet neue Geschäftskontakte aufzubauen. Die Idee der Förderinitiative ist einfach: Sponsoren stellen ihr aktuelles Produktportfolio für mittelständische Unternehmen kostenfrei zur Vergabe bereit und interessierte KMU bewerben sich. Jeder Sponsor wählt unter seinen Bewerbern Preisträger aus und übergibt an diese seine ausgeschriebenen Förderpreise. In den vergangenen acht Jahren wurden so Förderpreise im Wert von über 13 Millionen Euro für den Mittelstand bereitgestellt. Für die nächste Runde mit Start am 1. November 2011 können sich Anbieter mit Produkten und Dienstleistungen für den Mittelstand beteiligen. Der renommierte Mittelstandsexperte Prof. Dr. h.c. Lothar Späth unterstützt die Initiative seit der ersten Runde.

Hier noch ein Video, in dem der Initiator des Mittelstandsprogramms Martin Hubschneider erklärt, wie Unternehmen teilnehmen können:

Happy Birthday: Der IBM PC wird 30 Jahre alt


30 Jahre IBM-PC (Bild: IBM)

30 Jahre IBM-PC (Bild: IBM)

Kaum zu glauben, aber es sind mittlerweile doch schon 30 Jahre her, dass der erste IBM PC das Licht der Welt erblickte. Er trat damals an gegen den Apple II, den Tandy TRS-80 und diverse andere CP/M-Computer. Bei IBM selbst gibt es dazu im Rahmen der Microsite zur 100-Jahre-Feier eine lesenswerte Subseite, deren Autor und Kurator Mark Dean (unter anderem Erfinder des ISA-Busses) zum ursprünglichen IBM-PC-Entwicklerteam gehörte.

Für die jüngeren unter den EnterprisIT-Lesern: Das bemerkenswerte am IBM PC war zunächst einmal seine offene Architektur. Das heisst, andere Hersteller konnten ihn nachbauen (so genannte IBM-Kompatible, die letztendlich als “Windows-Rechner” immer noch den Markt beherrschen). Das führte dazu, dass die installierte Basis unglaublich schnell sehr groß wurde und die Plattform damit sehr lukrativ für Software-Hersteller war. Gleichzeitig gab es den oben genannten ISA-BUS, der es Drittherstellern ermöglichte Hardware-Erweiterungen zu entwickeln und zu vertreiben, was einen gigantischen Zubehörmarkt schuf.

Der IBM-PC ist ausserdem untrennbar mit Microsoft verbunden. Die Legende besagt, dass IBM zunächst CP/M von Digital Research als Betriebssystem favorisierte, die Verhandlungen jedoch scheiterten bzw. – je nach Quellenlage – gar nicht erst in Gang kamen. Dadurch sind Bill Gates und seine Firma Microsoft zum Zuge gekommen. Rasch entwickelte man dort MS-DOS und legte damit den Grundstein für die später marktbeherrschende Stellung des Software-Konzerns aus Redmond.

Was kaum noch jemand weiß: Die eigentliche Killer-Applikation für den IMB-PC (und Kompatible) kam jedoch zunächst nicht von Microsoft, sondern vom Newcomer Lotus. Viele Anwender aus Wirtschaft und Wissenschaft kauften nämlich den IBM-PCs wegen der Tabellenkalkulation Lotus 1-2-3. Diese war besser als das aller erste und mit bis dahin rund 700.000 verkauften Exemplaren marktbeherrschende Tabellenkalkulations-Programm VisiCalc, welches es ausserdem nur für den Apple II gab. Auch die Microsoft-Tabellenkalkulation Multiplan konnte da nicht mithalten.

Mit anderen Worten: Der IBM-PC setzte sich anfangs nicht etwa durch, weil er besser war als die Konkurrenz, sondern weil es dafür eine Soaftware gab, die jeder haben wollte! Und die kam damals weder von Microsoft, noch von IBM. Ironischerweise gehören die Reste des ehemaligen Lotus Development mittlerweile zu IBM.

Gartners Hype Cycle für junge Technologien 2011


Der so genannte Hype Cycle bzw. Hype-Zyklus nach Gartner zeigt anhand einer charakteristisch geformten Kurve, in welcher Akzeptanz-und Entwicklungs-Phase sich eine Technologie befindet. Es beginnt mit einem “Technologie-Auslöser”, steigt rasch zum “Gipfel der überzogenen Erwartungen” auf, nur um sogleich in das tiefe “Tal der Enttäuschungen” abzustürzen. Dort berappelt es sich aber wieder und begibt sich über den “Pfad der Erleuchtung” auf das “Plateau der Produktivität”, wo es dann eine allgemein anerkannte Akzeptanz und Verwendung gefunden hat. Diese Systematik wurde übrigens 1995 von der damaligen Gartner-Beratarin und heutigen Vize-Präsidentin Jackie Fenn entwickelt.

Jetzt hat Gartner den alljährlich veröffentlichten Hype Cycle für junge Technologien aktualisiert. Bemerkenswert dabei ist, dass sich demnach Cloud Computing gerade auf den Weg ins “Tal der Enttäuschung” aufmacht, wohingegen virtuelle Welten (kann sich noch jemand an Secondlife erinnern?) gerade auf dem Sprung in Richtung Normalität sind.

Tipp: Mit einem Klick auf die Grafik bringen Sie eine vergrößerte und damit besser lesbare Version des Diagramms auf den Schirm.

Hype cycle Emerging Technologies (Grafik: Gartner)

Smartphone-Betriebssysteme: Nichts ist wie es mal war


Aktuelle Marktforschungszahlen von asymco zeigen, dass die Smartphone-Welt sich innerhalb von vier Jahren komplett geändert hat: Ehemalige Marktführer sind im “Nichts” verschwunden, vollkommen neue Player beherrschen den Markt.

Smartphone-OS-marktanteile (Foto: asymco)

Im einzelnen heißt das:

  • Innerhalb von nur zwei Jahren schoss Googles Handy-Bteriebssystem Android von null auf 48 Prozent Marktanteil.
  • Apples iOS schaffte es von zwei auf 19 Prozent, wobei es aber nach wie vor das profitabelste Smartphone-Betriebssystem ist.
  • Bemerkenswert ist der vierprozentige Marktanteil des Samsung-Betriebssystems Bada, der innerhalb von nur einem halbem Jahr erzielt wurde.
Dem stehen heftige Verluste gegenüber:
  • Microsofts mobiles Windows stürzte von einst zwölf auf nur noch ein Prozent ab. In wiefern die Kooperation mit Nokia hier helfen wird, sei dahin gestellt.
  • Apropos Nokia! Auch hier sieht es bitter aus: Der Marktanteil von Symbiam sank innerhalb von vier Jahren von marktbeherrschenden 47 auf nur mehr 16 Prozent.
  • Vollkommen verschwunden sind alle anderen Betriebssysteme, die vor vier Jahren noch zusammen auf immerhin 21 Prozent kamen.
  • Lediglich RIM kann sich mit dem Blackberry OS einigermaßen halten. Der Marktanteil sank lediglich um vier Prozentpunkte von einst 17 auf nun mehr zwölf Prozent.

RIM bringt fünf neue Blackberrys auf den Markt


Gleich fünf neue Blackberrys bringt der kanadische Hersteller Research in Motion (RIM) auf den Markt. Sie zeichnen sich durch neue, mit 1,2 GHz getaktete Prozesoren, HD-Kameras, 24-Bit hochauflösende Grafik und diverse (Lage-)Sensoren aus. Vor allem aber laufen sie unter dem neuen Blackberry-Betriebssystem 7 unter anderem mit einem laut Hersteller verbessertem, WebKit-basierten Browser und der so genannten Liquid-Graphics-Technologie mit dezidiertem Grafik-Prozessor und speziellem, hochauflösendem Display.

Ws die neuen Modelle im einzelnen betrifft, wären zda um einen die nach klassischem Muster designeten Blackberry-Modelle 9900 und 9930 (letzteres mit Unterstützung des amerikanischen Funkstandards CDMA2000). Beide, im Übrigen lediglich 10,5 Millimeter dünnen Varianten bieten neben einer Tastatur auch ein Touch-Display sowie, ein Novum, NFC-Unterstützung.

Das Torch 9810 mit Slider-Tastatur ist der verbesserte Nachfolger des Torch 9800. Die beiden tastaturlosen Blackberrys Torch 9850 und 9860 schließlich zeichnen sich vor allem durch das größte, jemals in einem Blackberry verfügbare Display (3,7-Zoll) aus.

Die neuen Blackberrys

Die neuen Blackberrys auf einen Blick: Das 9900/9930 Bold mit klassischer Blackberry-Tastatur, der Slider Torch 9810 und das Torch 9860/9850 mit Touch-Bedienung, ohne Tastatur. (Fotos: RIM/Blackberry)

Überzeugte Blackberry-Nutzer werden sich über die neuen Modelle sicher freuen. Bringt doch das neue Betriebssystem Blackberry 7 viele Neuerungen, auf die Blackberry-Fans lange gewartet haben. Ob das freilich reichen wird gegen die Übermacht von Googles Android und dem iPhone zu bestehen, sei dahin gestellt. Auf der anderen Seite ist RIM/Blackberry bekannt für seine guten Kontakte zu den Providern und die sind letztendlich einer der Schlüssel zum Erfolg.

Wann und zu welchen Konditionen die neuen Blackberry-Modelle verfügbar sind, hängt von den Providern in den jeweiligen Ländern ab. Für den deutschsprachigen Raum sind bislang noch keine Daten bekannt.

Tipp: Mehr Insides, direkt von RIM gibt es auf dem Blackberry-Corporate-Blog.

Operation Shady RAT: McAfee deckt riesigen Cyber-Angriff auf


Ein bemerkenswerter Erfolg für den Sicherheits- und Antiviren-Software-Hersteller McAfee: Offenbar wurden über Jahre hinweg die Rechner von bislang über 70 Firmen, Organisationen und Regierungsstellen verschiedener Länder ausspioniert. So schreibt es jedenfalls der McAfee Vice President, Threat Research, Dmitri Alperovitch in einem Blog-Post. Interessanterweise hat die amerikanische Vanity Fair, eigentlich eher ein Gesellschaftsblatt, die Geschichte über die Operation Shady RAT losgetreten. Shady RAT ist übrigens zweideutig und steht sowohl für “zwielichtige Ratte” als auch für “zwielichtiges Remote Access Tool”.

Das brisante daran: Angeblich soll ein Staat hinter den Angriffen stecken. Ob dem wirklich so ist und ob es tatsächlich China ist, das sei mal dahin gestellt. Tatsache jedoch ist, dass die Liste der Opfer recht bizarr ist. So wurden unter anderem neben diversen Regierungsorganisationen verschiedener Länder auch eine deutsche Buchhaltungsfirma sowie die Rechner verschiedener olympischer Komitees und der World Anti-Doping Agency ausgespäht.

Was auch immer hinter der Geschichte wirklich steckt, eines zeigt sie deutlich: Selbst vermeintlich “unwichtige” Daten können für jemanden interessant sein und der ist dann auch durchaus bereit den virtuellen Einbruch durchzuführen. Entsprechend ernst sollten Unternehmen die Sicherheit ihrer vernetzten Rechner nehmen. In diesem Fall ist ausserdem beachtenswert, dass die Angriffe unbemerkt über einen sehr langen Zeitraum erfolgten.

Oder wie es Dmitri Alperovitch in seinem Beitrag geschrieben hat:

In fact, I divide the entire set of Fortune Global 2000 firms into two categories: those that know they’ve been compromised and those that don’t yet know.

LibreOffice jetzt auch für Unternehmen geeignet


Es ist eine lange Geschichte: Aus dem ursprünglich von der deutschen Firma Star Division entwickelten StarOffice wurde unter der Ägide von Sun das freie Office-Paket OpenOffice (das von Sun weiterhin unter dem Namen StarOffice vertrieben wurde). Nachdem Sun von Oracle gekauft worden war, kam Unzufriedenheit unter den OpenOffice-Entwicklern auf. Die Folge: Sie kehrten dem Projekt scharenweise den Rücken. Oracle hat darauf hin OpenOffice aufgegeben und die Entwicklergemeinde versammelte sich unter einer neuen Stiftung, der Document Foundation. Die forciert das offene Büro-Paket nun als LibreOffice weiter.

Nun hat LibreOffice einen wichtigen Meilenstein passiert: Mit der neuesten Version 3.4.2 ist es laut der Document Foundation auch bereit für den Einsatz in Unternehmen:

…LibreOffice 3.4.2, the third version of the 3.4 family, targeting both private individuals and enterprises. LibreOffice 3.4.2 fixes the majority of the most-important bugs identified by users in the previous version, and can be deployed for production needs by most enterprises.

Unternehmen jeder Größe haben damit nun wieder eine zeitgemäße und freie Alternative zu den Office-Lösungen der großen Software-Hersteller. LibreOffice bietet unter anderem Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation, Datenbank und ein Zeichenprogramm.

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 320 Followern an

%d Bloggern gefällt das: